Mikronährstoffe: Ihren Räubern auf der Spur!

Aus unserer täglichen Praxis wissen wir, wie viele Menschen jeden Tag auf Medikamente angewiesen sind. Dies lässt sich nicht beschönigen und in vielen Fällen auch nicht verhindern. Denn ab einem gewissen Lebensalter brechen die sogenannten „Zivilisationsleiden“ durch. Zum Beispiel sagen Diabetes, Bluthochdruck, Schlaganfall, hohe Cholesterinwerte viel über unsere Lebensweise aus, über Ernährung, Umweltbedingungen, Stress und Bewegungsmangel.

Was ist Orthomolekulare Medizin?

Ihr Begründer war der 2-fache Nobelpreisträger Linus Pauling. Er erkannte die Zusammenhänge nährstoffabhängiger Stoffwechselabläufe.
Eine ganzheitliche Betrachtung der Ursache einer Krankheit führt zu neuen Ansätzen sowohl bei der Behandlung als auch zur Vorbeugung. Die Orthomolekulare Medizin empfiehlt dabei den gezielten Einsatz von essenziellen Mikronährstoffen als Ergänzung etablierter schulmedizinischer Maßnahmen.

Was sind Mikronährstoffe?

Mikronähstoffe werden häufig auch als Vitalstoffe bezeichnet. Dazu zählen in erster Linie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren und Enzyme.
Vor allem besitzen sie in der Vorbeugung und Therapie von Erkrankungen (Diabetes, Bluthochdruck, Herzkrankheiten …) ein beachtliches Potential. Zum einen verbessern Mikronähstoffe durch ihre gezielte Einnahme Therapien. Zum anderen lindern sie auch Nebenwirkungen vieler Arzneimittel. Dadurch steigt auch wieder die Lebensqualität vieler Patienten.

Nicht zuletzt sinkt auch der Arzneimittelbedarf durch eine individuelle und gezielte Versorgung mit Mikronährstoffen. Dadurch lassen sich auch die von Jahr zu Jahr steigenden Arzneimittelausgaben reduzieren.

„Viel hilft viel?“

Die orthomolekulare Medizin setzt auf die gezielte und individuelle Einnahme von Mikronährstoffen, wenn durch akute oder chronische Erkrankungen, bestimmte Medikamente oder in besonderen Lebenssituationen ein erhöhter Bedarf besteht. Mikronährstoffe sollten dann aber nicht nach dem Gießkannenprinzip oder dem Motto „viel hilft viel“ zum Einsatz kommen.

Medikamente als Vitalstoff-Räuber

Eine Vielzahl von Arzneimitteln stört bei regelmäßiger Einnahme die Aufnahme und Verwertung von Vitaminen und Mineralstoffen in unserem Körper. Bemerkenswert ist, dass einige Medikamente dabei wahre Mikronährstoff-Räuber sind. Somit können sie sogar einen handfesten Mangel an Vitalstoffen auslösen.

Daher ist es erstaunlich, dass in der Vergangenheit das Zusammenspiel von Arzneimitteln und Mikronähstoffen in der medizinischen und pharmazeutischen Praxis einen nur sehr kleinen Raum eingenommen hat. Da diese Zusammenhänge nicht ohne Folgen auf die Gesundheit des Patienten und die Arzneimitteltherapie bleiben, sollte ihnen von Seiten der Apotheker und Ärzte in Zukunft eine wesentlich größere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Ob Antibiotika, Antidiabetika, CholesterinsenkerBlutdrucktabletten, die „Pille“, Osteoporosemittel, Magenschoner (Protonenpumpenhemmer) oder Zytostatika – durch Arzneimittel ausgelöster Mikronährstoffmangel kann die unerkannte Ursache für unerwünschte Arzneimittel-Nebenwirkungen sein.

Besonders chronisch Kranke, Senioren und Menschen, die besonders viele Medikamente einnehmen müssen, sollten auf ihren Mikronährstoffhaushalt achten. Wer gezielt, auf seine individuelle Medikation und das jeweilige Krankheitsbild zugeschnitten, fehlende Mikronähstoffe einnimmt ergänzt und verbessert seine Therapie.  Zusätzlich können auch Nebenwirkungen von Medikamenten reduziert werden und die Lebensqualität wird gesteigert.

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Quelle: Uwe Gröber, Arzneimittel und Mikronährstoffe, Medikationsorientierte Supplementierung, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart
2018-12-12T14:33:33+00:002018/10/30|