Cholesterin senken – Was kann man tun?

Zuviel Cholesterin ist schädlich, das ist bekannt. Vor allem verstopft ein zu hoher Cholesterinspiegel die Gefäße und ist ein Risikofaktor für die Entstehung einer Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Letztendlich steigert er sogar das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall. Dementsprechend wichtig ist daher die Kontrolle und das Senken des Cholesterins bei zu hohen Werten.

Welches Cholesterin ist gefährlich?

LDL ist das so genannte „schlechte“ Cholesterin. Das bedeutet, es führt zu den gefährlichen Ablagerungen von Cholesterin in den Blutgefäßen, die in Folge dessen verstopfen können.

HDL ist das so genannte “gute” Cholesterin. Es transportiert Fette in die Leber. Dort werden sie über die Galle ausgeschieden. Kurz gesagt, es verhindert Ablagerungen von Cholesterin in den Gefäßen.

Um den Cholesterinspiegel wirksam zu senken, ist es also wichtig, nur das schlechte LDL-Cholesterin zu senken und nicht das gute HDL-Cholesterin.

Welche Tabletten gegen Cholesterin gibt es?

  • Statine (Wirkstoffe enden auf „-statin“, z.B. Atorvastatin, Simvastatin, …)
  • Fibrate (Wirkstoffe enden auf „-fibrat“, z.B. Bezafibrat)
  • Cholesterin-Wiederaufnahme-Hemmer (Ezetimib)
  • Anionenaustauscher, hemmen die Aufnahme von Cholesterin im Darm (Cholestyramin, Quantalan)

Blutfettsenkende Medikamente beeinflussen eine Vielzahl von Mikronährstoffen. Wer auf die gezielte Versorgung mit den richtigen Vitalstoffen achtet kann nicht nur die Cholesterin senkende Wirkung steigern, sondern auch Nebenwirkungen reduzieren!

Wie kann man die Wirkung von Cholesterinsenkern verbessern und ihre Nebenwirkungen reduzieren?

Hier möchten wir Ihnen ein paar Tipps geben, wie sie bei Ihrer Behandlung mit Cholesterinsenkern die Nebenwirkungen so gering wie möglich halten. Darüber hinaus zeigen wir Ihnen Möglichkeiten, damit Ihre Therapie noch wirksamer wird.

Statine und Muskelschmerzen

Vor allem senken Statine das schlechte LDL Cholesterin und transportieren Fette zum Abbau in die Leber. Letztendlich blockieren sie aber auch die körpereigene Produktion von Coenzym Q10. In Folge dessen ergeben sich eine Reihe von Nebenwirkungen in der Therapie. Dem entsprechend berichten viele Patienten bei einem Mangel von Coenzym Q10 während der Einnahme von Statinen über

  • verminderte Herzfunktion
  • Muskelschmerzen (v.a. bei Anstrengung)
  • Müdigkeit oder Antriebslosigkeit

In einer aktuellen Studie zeigte sich, dass die Einnahme von Coenzym Q10 zusätzlich zum Statin bei den meisten Patienten Muskelschmerzen und Muskelschwäche um die Hälfte senken kann.

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Wie Vitamin D die Wirkung von Statinen verbessert und Nebenwirkungen reduziert

Vitamin D verbessert die Blutfettwerte, da es die Cholesterinbildung hemmt. Kurz gesagt, mit genügend Vitamin D werden Blutfett senkende Tabletten wirksamer. Darüber hinaus lindert Vitamin D durch Statine ausgelöste Muskelschmerzen.

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Vitamin D gegen Bluthochdruck

Wie Omega-3-Fettsäuren die Wirkung von Statinen verbessern:

Studien belegen, dass die Kombination von Statinen mit Omega 3 Fettsäuren sowohl die Triglyceride als auch das schlechte LDL-Cholesterin drastisch senkt. Darüber hinaus verbessern sich der Blutdruck, die HDL-Cholesterinwerte und die Entzündungswerte im Blut. Kurz gesagt, es sinken die Risiken von Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall!

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Mit Vitamin B Nebenwirkungen von Fibraten lindern

Fibrate führen zu mehr Homocystein im Blut. Dadurch wird eine Verkalkung der Gefäße gefördert. Dementsprechend steigt das Risiko von Schlaganfall und Herzinfarkt. Da die Vitamine B6, B12 und Folsäure  diese Gefäßablagerungen abbauen, sollten Fibrate (z.B. Bezafibrat)  immer in Kombination mit diesen Vitaminen genommen werden.

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Anionenaustauscher verursachen einen Mangel an fettlöslichen Nährstoffen

Diese Medikamente senken den Cholesterinspiegel, indem sie die Fettverdauung stören. Auf diese Weise hemmen sie auch die Aufnahme fettlöslicher Vitamine. Hierzu zählen die Vitamine A, D, E und K sowie Carotinoide. Zusätzlich ist die Aufnahme von Folsäure, Vitamin B12, Vitamin C, Magnesium und Zink gestört. Dementsprechend raten wir bei dieser Therapie zu einer Kombination mit einem Multivitaminpräparat.

Zusammenfassung:

Die Kontrolle des Cholesterinwerts und das Senken des Cholesterins bei zu hohen Werten sind von großer Bedeutung. Auf diese Weise lassen sich Folgeschäden vermeiden. Darüber hinaus kann man aber auch durch gezielte Einnahme der richtigen Mikronährstoffe die Wirkung von Cholesterin senkenden Tabletten verbessern. Zusätzlich lassen sich damit auch unerwünschte Nebenwirkungen bei der Therapie vermieden!

Nutzen Sie unser Fachwissen und fragen Sie uns! Wir freuen uns auf Ihr Interesse. Unser geschultes Personal berät Sie gern ausführlich und geht auf Ihre individuellen Bedürfnisse ein.

Quelle: Uwe Gröber, Arzneimittel und Mikronährstoffe, Medikationsorientierte Supplementierung, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart
2018-11-28T15:58:52+00:002018/11/28|